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Kaufnebenkosten beim Hauskauf: womit Sie rechnen müssen

Stand: September 2026·Lesezeit ca. 6 Min.

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen die Kaufnebenkosten – je nach Bundesland grob 10 bis 15 % des Kaufpreises. Wer sie von Anfang an einplant, erlebt bei der Finanzierung keine böse Überraschung.

Die einzelnen Posten im Überblick

Grunderwerbsteuer: Sie fällt beim Kauf an und ist je nach Bundesland unterschiedlich hoch – in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg liegt sie aktuell bei 5,0 % des Kaufpreises.

Notar- und Grundbuchkosten: Der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden, dazu kommen die Eintragungen ins Grundbuch. Zusammen sind das grob rund 2 % des Kaufpreises.

Maklerprovision: Nur, wenn ein Makler beteiligt ist. Sie ist regional unterschiedlich und wird bei selbstgenutztem Wohneigentum zwischen Käufer und Verkäufer geteilt – häufig um die 3,57 % inkl. MwSt. je Seite.

Größenordnung: rund 10 bis 15 Prozent

In der Summe sollten Sie bei einem Kauf mit Makler grob mit 12–15 % Nebenkosten rechnen, ohne Makler eher mit 7–10 %. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das schnell 40.000 bis 60.000 € – Geld, das zusätzlich zum Kaufpreis bereitstehen muss.

Werden die Nebenkosten mitfinanziert?

In der Regel erwarten Banken, dass Sie die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital tragen, denn sie erhöhen nicht den Wert der Immobilie und damit nicht die Sicherheit der Bank. Bei sehr guter Bonität ist eine Mitfinanzierung (Vollfinanzierung inkl. Nebenkosten) aber möglich – zu einem höheren Zins. Was in Ihrem Fall geht, prüfen wir gemeinsam.

So lassen sich Nebenkosten senken

Ein maklerfreier Kauf spart die Provision. Bewegliches Inventar (z. B. Einbauküche, Sauna, Möbel) kann im Kaufvertrag getrennt ausgewiesen werden – darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an. Und bei Neubau lässt sich manchmal Grundstücks- und Gebäudekaufvertrag trennen. Solche Details besprechen wir gern mit Ihnen und ggf. Ihrem Notar.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in meiner Region?

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beträgt sie aktuell 5,0 % des Kaufpreises. Andere Bundesländer weichen davon ab.

Kann ich die Kaufnebenkosten finanzieren?

Grundsätzlich sollten sie aus Eigenkapital kommen. Eine Mitfinanzierung ist bei sehr guter Bonität möglich, aber teurer – wir rechnen es durch.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Bei selbstgenutztem Wohneigentum wird sie seit Ende 2020 in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.

Kann ich bei den Nebenkosten sparen?

Ja – etwa durch maklerfreien Kauf oder das getrennte Ausweisen von beweglichem Inventar im Kaufvertrag, das nicht der Grunderwerbsteuer unterliegt.

RF
Über Rafino

Die Rafino Finanz GmbH mit Sitz in Landau in der Pfalz berät bankübergreifend rund um Bau-, Immobilien- und gewerbliche Finanzierungen (§34c & §34i GewO). Unsere Beraterinnen und Berater – in Landau und an weiteren Standorten in Deutschland – begleiten Vorhaben in der Südpfalz und bundesweit – von der ersten Einschätzung bis zur Auszahlung. Mehr über uns

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Angaben zu Zinsen, Förderungen und Beispielrechnungen sind beispielhaft und können sich ändern.

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