
Immobilienfinanzierung für Kauf, Neubau und Grundstück
Eine Immobilie kauft man selten zweimal im Leben. Entsprechend ruhig darf die Entscheidung vorbereitet sein: Wir rechnen mit Ihnen aus, welche Monatsrate dauerhaft in Ihren Haushalt passt, holen die Konditionen mehrerer Institute ein und begleiten Ihr Vorhaben bis zur letzten Auszahlung.
Erst das Budget, dann die Besichtigung
Die meisten Gespräche bei uns beginnen nicht mit einem Objekt, sondern mit einem Kassensturz. Wir sehen uns an, was monatlich hereinkommt, was fest gebunden ist und wie viel Eigenmittel Sie einsetzen möchten – bewusst nicht bis zur letzten Belastungsgrenze, sondern mit Luft für Instandhaltung, Urlaub und die Jahre, in denen sich etwas ändert. Am Ende steht eine Zahl, mit der Sie zur Besichtigung fahren können: der Kaufpreis, den Sie darstellen können, und die Rate, die dahintersteht. Einen ersten Eindruck davon gibt Ihnen unser Budgetrechner auf der Startseite; im Ratgeber gehen wir der Frage in „Wie viel Haus kann ich mir leisten?“ ausführlicher nach.
Diese Vorhaben begleiten wir
Wir finanzieren den Kauf einer Bestandsimmobilie ebenso wie den Neubau – ob Sie mit einem Bauträger schlüsselfertig bauen, mit Architektin und Einzelgewerken planen oder zunächst nur das Grundstück sichern. Dazu kommen Eigentumswohnungen, Zwei- und Mehrfamilienhäuser, der Erwerb von Anteilen aus einer Erbengemeinschaft und der Auszahlungsfall nach einer Trennung. Auch Ausgangslagen, die Standardrechner überfordern, sind bei uns Alltag: schwankende Einkünfte aus Selbstständigkeit, mehrere Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer, eine Immobilie, die als Sicherheit mitgegeben werden kann, oder ein Kaufobjekt, das vor dem Einzug noch saniert werden muss. Für den letzten Fall lohnt ein Blick auf unsere Seite zur Modernisierung und Sanierung – Kauf und Umbau planen wir dann in einem Zug.
Was neben dem Kaufpreis zu bezahlen ist
Die Kaufnebenkosten werden von Banken in der Regel nicht mitfinanziert, sie sollten also aus Eigenmitteln kommen. Drei Posten spielen dabei eine Rolle: die Grunderwerbsteuer, die das Bundesland festlegt, die Kosten für Notariat und Grundbuchamt und – sofern ein Makler eingeschaltet ist – die Provision, die beim Kauf durch Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen Käufer- und Verkäuferseite geteilt wird.
Rechenbeispiel Nebenkosten
Für ein Haus in Rheinland-Pfalz mit 400.000 Euro Kaufpreis fallen bei 5,0 Prozent Grunderwerbsteuer 20.000 Euro an, dazu rund 1,5 bis 2 Prozent für Notar und Grundbuch, also etwa 6.000 bis 8.000 Euro. Ohne Makler landen Sie damit bei ungefähr 26.000 bis 28.000 Euro, die zusätzlich zum Kaufpreis bereitstehen müssen. In Baden-Württemberg liegt die Grunderwerbsteuer ebenfalls bei 5,0 Prozent, in Nordrhein-Westfalen bei 6,5 Prozent und in Bayern bei 3,5 Prozent – bei gleichem Kaufpreis sind das mehrere Tausend Euro Unterschied. Wie sich die Posten im Detail zusammensetzen, lesen Sie im Beitrag Kaufnebenkosten beim Hauskauf.
Welche Rolle Ihr Eigenkapital spielt
Je mehr eigene Mittel in das Objekt fließen, desto niedriger ist der Beleihungsauslauf – also der Anteil des Darlehens am Wert der Immobilie. Banken staffeln ihre Zinsen danach, und die Sprünge zwischen den Stufen sind spürbar. Eigenkapital ist dabei mehr als das Girokonto: Bausparguthaben, Wertpapierdepots, eine Lebensversicherung, ein bereits bezahltes Grundstück oder ein zinsloses Darlehen aus der Familie zählen ebenso dazu. Auch Eigenleistung am Bau kann angerechnet werden, wenn sie realistisch bemessen und nachvollziehbar dokumentiert ist. Wie weit Sie ohne Eigenkapital kommen und wo die Grenzen liegen, ordnen wir im Gespräch ein und im Ratgeber unter Eigenkapital in der Baufinanzierung.
Die Stellschrauben im Darlehensvertrag
Ein guter Zinssatz ist nur ein Teil einer guten Finanzierung. Ebenso wichtig ist die Zinsbindung: Sie bestimmt, wie lange Ihre Rate feststeht und wie hoch die Restschuld am Ende dieser Frist ausfällt. Die anfängliche Tilgung entscheidet darüber, wie schnell die Schuld sinkt – und wie lange Sie insgesamt zahlen. Dazu kommen Rechte, die im Alltag viel wert sind: jährliche Sondertilgungen, die Möglichkeit, den Tilgungssatz während der Laufzeit zu ändern, oder Tilgungspausen für die Elternzeit. Beim Neubau sind außerdem die bereitstellungszinsfreie Zeit und der Auszahlungsplan nach Baufortschritt relevant, weil sich Bauprojekte fast immer etwas verschieben. Wir vergleichen diese Punkte offen nebeneinander, statt nur auf die effektive Prozentzahl zu schauen. Wie Zinsen überhaupt zustande kommen, erklären wir in Bauzinsen verstehen.
Öffentliche Mittel von Anfang an mitdenken
Neben den Bankdarlehen prüfen wir, ob öffentliche Programme zu Ihrem Vorhaben passen – etwa von der KfW, der ISB in Rheinland-Pfalz oder der L-Bank in Baden-Württemberg. Solche Mittel sind meist zinsverbilligte Darlehen, teilweise mit Zuschussanteil, und werden über Ihre finanzierende Bank beantragt, nicht direkt beim Förderinstitut. Wichtig ist die Reihenfolge: Ein Antrag muss gestellt sein, bevor Sie sich vertraglich binden. Welche Programme für Ihr Vorhaben in Frage kommen und wie hoch die Förderung ausfällt, prüfen wir tagesaktuell – die Bedingungen ändern sich regelmäßig. Einen Überblick über die Landschaft gibt unser Ratgeber zu Fördermitteln.
Vom ersten Gespräch bis zum Notartermin
Wir starten mit einem Gespräch, das Sie nichts kostet und zu nichts verpflichtet – vor Ort in Landau, bei Ihnen oder per Video. Danach sammeln wir die Unterlagen ein, und zwar nicht, indem wir Ihnen eine lange Liste schicken: Grundbuchauszug, Teilungserklärung oder Lageplan besorgen wir auf Wunsch selbst. Ihre eigenen Dokumente laden Sie in unseren kostenfreien digitalen Kundenbereich hoch, wo alles gebündelt und nachvollziehbar liegt. Anschließend fragen wir bei den Instituten an, die zu Ihrem Fall passen, und legen Ihnen die Ergebnisse mit den wichtigsten Unterschieden vor. Ist die Entscheidung gefallen, begleiten wir den Antrag bis zur Zusage, stimmen uns auf Wunsch mit Notariat, Maklerbüro und Bauunternehmen ab und bleiben bis zur letzten Rate Ihres Bauabschnitts Ihre Ansprechpartner. Zuständig ist dabei durchgehend dieselbe Person aus unserem Team.
Warum wir mehrere Banken fragen
Kein Institut bewertet jeden Fall gleich. Eine Genossenschaftsbank sieht ein Baugrundstück in der Region anders als eine überregionale Direktbank; ein Versicherer als Darlehensgeber hat andere Vorstellungen von der Zinsbindung als eine Sparkasse. Wir arbeiten deshalb bankübergreifend mit Genossenschaftsbanken, Sparkassen, überregionalen Privat- und Direktbanken, Bausparkassen und Versicherern zusammen und binden die Förderinstitute KfW, ISB und L-Bank ein, wo es sich anbietet. Einen Eindruck davon, mit wem wir arbeiten, bekommen Sie in der Übersicht der Bankpartner. Unsere Beratung ist für Sie in der Regel kostenfrei; vergütet werden wir von der Bank, bei der die Finanzierung zustande kommt. Die Rafino Finanz GmbH ist mit Erlaubnis nach § 34c und § 34i GewO tätig.
Wer bei uns dafür zuständig ist
Für Privatkundinnen und Privatkunden sind bei uns alle Beraterinnen und Berater gleichermaßen zuständig. Kauf, Neubau und Anschlussfinanzierung begleitet jede und jeder von uns von der ersten Einschätzung bis zur Auszahlung – wer Sie betreut, richtet sich meist danach, wer Ihnen räumlich am nächsten ist oder Sie empfohlen bekommen haben.
Häufige Fragen
Wie früh sollte ich mit Ihnen sprechen – schon vor der Immobiliensuche?
Am besten davor. Wer seinen Rahmen kennt und eine schriftliche Einschätzung der Bank in der Hand hat, kann bei einer Besichtigung sofort reagieren. Verkäuferinnen und Maklerbüros nehmen solche Interessenten deutlich ernster als jemanden, der erst nach der Zusage sucht.
Wie viel Eigenkapital muss ich mitbringen?
Eine feste Mindestgrenze gibt es nicht. Sinnvoll ist, die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln zu tragen, weil Banken sie ungern mitfinanzieren. Darüber hinaus senkt jeder eingesetzte Euro den Beleihungsauslauf und damit meist auch den Zinssatz. Finanzierungen mit wenig Eigenkapital sind möglich, wenn Einkommen und Objekt stimmen – das rechnen wir konkret für Sie durch.
Ich bin selbstständig – ist das ein Problem?
Nein, es ist Routine. Entscheidend sind die Aufbereitung der Zahlen – Jahresabschlüsse, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Steuerbescheide – und die Wahl des Instituts, denn Banken bewerten selbstständige Einkünfte unterschiedlich. Für solche Fälle haben wir im Team eigene Spezialisierung.
Welche Unterlagen muss ich selbst beschaffen?
Von Ihnen brauchen wir vor allem persönliche Nachweise wie Einkommensbelege und einen Überblick über bestehende Verpflichtungen. Objektunterlagen wie Grundbuchauszug, Teilungserklärung oder Lageplan holen wir auf Wunsch selbst ein. Alles Weitere läuft über unseren kostenfreien digitalen Kundenbereich.
Wie schnell bekomme ich eine verbindliche Zusage?
Eine erste belastbare Einschätzung können wir oft kurzfristig geben, sobald Ihre Zahlen und die Objektdaten vorliegen. Bis zur verbindlichen Zusage vergehen je nach Institut und Objekt meist einige Tage bis wenige Wochen – am längsten dauert erfahrungsgemäß das Zusammentragen der Unterlagen, und genau dort helfen wir mit.
Was kostet mich Ihre Beratung?
In der Regel nichts. Wir werden von der Bank vergütet, bei der Ihre Finanzierung abgeschlossen wird. Sollte in einem besonderen Fall etwas anderes gelten, sagen wir Ihnen das vorher und nicht erst am Ende.
Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben
Ein Gespräch, eine ehrliche Einschätzung – kostenfrei und ohne Verpflichtung.
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